König Louis-Philippe I.

Louis-Philippe war von 1830 bis 1848 König der Franzosen. Er löste den Bruder von Louis XVIII. Charles X. ab.

Der wiedererstarkte Adel misstraute dem Bürgerkönig, weil sein Vater aus einer Nebenlinie der Bourbonen der Hinrichtung seines Vetters Louis XVIII. zugestimmt hatte, ebenso wie die entstehende Klasse der Arbeiter im vorindustriellen Frankreich. Er wurde nur durch die Verfechter des "juste milieu" gestützt.

Da er aber die von ihm selbst unterzeichnete "Charte" von 1830 missachtete, die Presse- und die Versammlungsfreiheit ständig einschränkte, sich und seine Familie bereicherte und auch keine sozialen Reformen durchführte, endete seine Herrschaft durch die Revolution der Sozialisten und ihrer Anhänger im März 1848.

Daumier hat diese bewegte Zeit in seinen Blättern kritisch und meist witzig begleitet.

 

Ich will wahrlich den Unfug dieser Fratzenbilder nicht vertreten, am allerwenigsten wenn sie die Person des Fürsten selbst betreffen. Ihre unaufhörliche Menge ist aber eine Volksstimme und bedeute estwas. Eingermaßen verzeihlich werden solche Karikatuten, wenn sie, keine bloße Beleidigung der Persönlichkeit beabsichtigend, nur die Täuschung rügen, die man gegen das Volk verübt. Dann ist auch ihre Wirkung grenzenlos.

[Heinrich Heine]

LOUIS-PHILIPPE, LETZTER KÖNIG DER FRANZOSEN 1848. – Entwurf einer Medaille, die im Nationalen Münzamt geprägt werden soll.

Erst zur Ader lassen, dann reinigen und zum Ende ein Klistier. (1873)

Der Schlaf Frankreichs (1834)

DU BIST ERLEDIGT, LAFAYETTE ! SEI DIR DESSEN BEWUSST.

Die Vergangenheit - die Gegenwart - die Zukunft.

Foto o. l.:Louis-Philippe 1842, Fotograf: Lerebouors et Claudet [Public domain], via Wikimedia Commons